ADFC-Fahrradklima-Test

Fahrrad-Kommunalbefragung 2024

Anmerkung: die Fahrrad-Kommunalbefragung heißt ab dem Durchgang 2026/2027 FKT Kommunen.

Als Neuerung in 2024 führte der ADFC parallel zur Befragung der Radfahrenden die Kommunalbefragung durch, die den Verantwortlichen in den Kommunen die Gelegenheit zur Darstellung ihrer Aktivitäten der Radverkehrsförderung bietet. Vertreter:innen aus Städten ab einer Größe von 5.000 Einwohner:innen hatten erstmals die Möglichkeit, in einer gesonderten Online-Befragung Auskünfte zu Themen wie umgesetzte Maßnahmen, bestehende Konzepte, Zählungen des Radverkehrs oder dem eingesetzten Personal und Budget zu geben.

Die Ergebnisse wurden gemeinsam mit denen des FKT in städteeigenen Steckbriefen und der interaktiven FKT Karte veröffentlicht. Insbesondere der Steckbrief konnte für die eigene Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden und eine übersichtliche Auskunft über die örtliche Radverkehrsförderung geben. Die Ergebnisse ermöglichen außerdem einen Vergleich zu Nachbarstädten und können zum Erfahrungsaustausch und zur Optimierung der Radverkehrsförderung beitragen.

Ergebnisse 2024

Der Fragebogen sollte ein klares und möglichst vollständiges Bild der Radverkehrsaktivitäten vor Ort liefern. Da viele Kommunen nur begrenzt Radverkehrsdaten erfassen, bestand der Fragebogen überwiegend aus Ja/Nein‑Fragen sowie einzelnen Jahresangaben.

Abgefragt wurden vor allem aktuelle Strukturen und Maßnahmen der Radverkehrsförderung der letzten zwei Jahre. Diese Daten bilden die Intensität der kommunalen Radverkehrsförderung ab – ein wichtiger Kontext für zukünftige Ergebnisse des ADFC‑Fahrradklima‑Tests.

Im Allgemeinen sind die befragten Städte und Gemeinden in Deutschland entsprechend ihrer
Antworten gut für die Radverkehrsförderung aufgestellt und bei der Radverkehrsförderung aktiv. Dies
trifft vor allem auf die großen Städte zu. Zu hinterfragen ist allerdings, ob die Maßnahmen mit
ausreichender Intensität und Wirksamkeit vorangetrieben werden und ob die Antworten immer einem
Realitätscheck standhalten.

Es ist interessant, dass etwas mehr als ein Drittel der Gemeinden (38 %) gemäß ihrer Antworten in der
Topografie eine wesentliche Hürde für das Radfahren auf den häufigsten Wegebeziehungen sieht.
Durch die zunehmende Nutzung von Pedelecs kann dieses Hindernis mehr und mehr abgebaut werden

Inhalte der Kommunalbefragung

  • Einordnung des Ortes
  • Statement zur Radverkehrsförderung
  • Herausragende Projekte der Radverkehrsförderung
  • Konzeptionelle Grundlagen
  • Struktur und Ressourcen
  • Monitoring des Radverkehrs
  • Aktuelle Maßnahmen zur Infrastruktur
  • Aktuelle Marketing- und Informationsmaßnahmen
  • Aktuelle organisatorische Maßnahmen
  • Weitere wichtige Punkte zur Radverkehrsförderung

Den vollständigen Aufbau und die Inhalte der Befragung können Sie hier einsehen.

Auswertung

Erste Ergebnisse finden sich im „Reader Sonderauswertung 2024“. Sie zeigen: Viele Kommunen engagieren sich aktiv für den Radverkehr.

  • 96 Prozent der Großstädte haben in den letzten zwei Jahren neue Radinfrastruktur geschaffen (gesamt: 65 Prozent).
  • 69 Prozent besitzen ein Radverkehrskonzept (Großstädte: 91 Prozent).
  • 61 Prozent haben Radverkehrskoordinator:innen benannt (Großstädte: 81 Prozent).

Die Verknüpfung mit den Ergebnissen des Fahrradklima‑Tests zeigt:

  • Kommunen mit klarer politischer Unterstützung für den Radverkehr erzielen häufiger gute Bewertungen.
  • AGs Radverkehr wirken sich positiv aus, wenn sie auf Leitungsebene verankert sind. Auf Arbeitsebene gibt es keine klare Korrelation.
  • Messbare Ziele für den Radverkehr erhöhen die Chance auf gute Bewertungen – allgemeine Absichtserklärungen hingegen nicht.

Die Ergebnisse werden 2026 weiter überprüft und vertieft.

Fragen oder Rückmeldungen gerne an kommunalbefragung [at] adfc.de.

Kontakt

Bei Fragen zur Kommunalbefragung wenden Sie sich gern an kommunalbefragung [at ]adfc.de.

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