Wie ist Ihre Kommune beim Radverkehr aufgestellt? Welche Konzepte und Strategien gibt es vor Ort? Welche Maßnahmen wurden in den vergangenen Jahren umgesetzt – und welche personellen und finanziellen Ressourcen stehen für die Radverkehrsförderung zur Verfügung?
Mit dem FKT Kommunen gibt der ADFC Städten und Gemeinden die Möglichkeit, ihre Aktivitäten für den Radverkehr sichtbar zu machen. Kommunalvertreter:innen aus Orten mit mindestens 5.000 Einwohner:innen können in einer unkomplizierten Online-Befragung dokumentieren, was ihre Kommune bereits für bessere Bedingungen zum Radfahren unternimmt.
Der FKT Kommunen ist Teil des ADFC-Fahrradklima-Tests 2026. Gemeinsam mit FKT und FKT Jugendliche, den Befragungen von Erwachsenen und Jugendlichen, entsteht so ein umfassendes Bild der Fahrradfreundlichkeit in Deutschland aus der Perspektive der Menschen, die Rad fahren, und aus Sicht der Kommunen, die Radverkehr gestalten. Neu in diesem Jahr ist die zusätzliche Befragung von Landkreisen.
Machen Sie das Engagement Ihrer Kommune sichtbar und nehmen Sie zwischen dem 1. September und 30. November 2026 teil. Sie haben dazu am 3. September eine E-Mail mit Ihrem persönlichen Teilnahmelink erhalten.
Der FKT Kommunen – ehemals Fahrrad-Kommunalbefragung – richtet sich direkt an die kommunalen Verwaltungen. Der ADFC fragt dabei Daten und Fakten zur örtlichen Radverkehrsförderung ab und schafft Raum für die Darstellung besonderer Projekte und Entwicklungen.
Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Kennzahlen oder ein Wettbewerb zwischen Städten und Gemeinden. Der FKT Kommunen erstellt kein Ranking. Ziel ist vielmehr, ein möglichst vielfältiges und aussagekräftiges Bild davon zu gewinnen, wie Kommunen in Deutschland den Radverkehr fördern, welche Rahmenbedingungen sie schaffen und wo sie Schwerpunkte setzen.
Die Teilnahme bietet Ihrer Kommune die Gelegenheit, die eigenen Aktivitäten strukturiert zusammenzutragen und nach außen zu zeigen: Was wurde bereits erreicht? Welche Maßnahmen laufen aktuell? Welche Grundlagen und Zuständigkeiten gibt es? Und an welchen Stellen soll die Radverkehrsförderung weiterentwickelt werden?
Der Online-Fragebogen ist übersichtlich aufgebaut und konzentriert sich auf die wichtigsten Bereiche der kommunalen Radverkehrsförderung. Dazu gehören unter anderem:
So entsteht ein strukturierter Überblick über die Arbeit Ihrer Kommune – von der strategischen Grundlage über die Organisation bis zur konkreten Umsetzung auf der Straße.
Radverkehrsförderung besteht aus vielen einzelnen Bausteinen: einem beschlossenen Radverkehrskonzept, einer guten Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche, verlässlichen Zuständigkeiten, einer sicheren Infrastruktur, Angeboten zur Information und Beteiligung sowie einer kontinuierlichen Erfolgskontrolle.
Der FKT Kommunen macht diese unterschiedlichen Ansätze sichtbar. Dabei können Kommunen nicht nur bestehende Konzepte und Maßnahmen benennen, sondern auch Projekte hervorheben, die für ihre örtliche Radverkehrsförderung besonders wichtig sind. Ob neue Radverkehrsanlagen, bessere Verbindungen im Alltag, sichere Schulwege, Fahrradabstellanlagen, kommunales Mobilitätsmanagement oder Beteiligungsformate – der Fragebogen bietet Raum, die eigene Arbeit einzuordnen und vorzustellen.
Ergänzend zur Befragung der Städte und Gemeinden werden beim FKT Kommunen 2026 auch Landkreise befragt.
Landkreise übernehmen eine wichtige Ausgleichs- und Koordinationsfunktion in der Radverkehrsförderung. Viele Radverkehrsverbindungen, insbesondere Alltags-, Schul- und Pendelrouten, verlaufen über die Grenzen einzelner Städte und Gemeinden hinweg. Landkreise können dazu beitragen, dass Radverkehrsnetze zusammenhängend geplant, Lücken geschlossen und Maßnahmen zwischen den kreisangehörigen Kommunen abgestimmt werden.
Darüber hinaus können Landkreise abhängig von den jeweiligen Zuständigkeiten selbst Radverkehrsinfrastruktur planen und umsetzen, beispielsweise an Kreisstraßen. Sie können Kommunen außerdem durch Radverkehrskonzepte, Fachberatung, gemeinsame Qualitätsstandards, Fördermittelberatung und die Koordination übergreifender Projekte unterstützen.
Gute Beispiele sind etwa kreisweite Radverkehrsnetze und Wegweisungssysteme, abgestimmte Schul- und Pendelroutenkonzepte, gemeinsame Qualitätsstandards oder regelmäßige Arbeitskreise mit den kreisangehörigen Kommunen. Die Landkreisbefragung macht sichtbar, welchen Beitrag Landkreise zur Radverkehrsförderung leisten und wie sie die Aktivitäten vor Ort unterstützen und miteinander verbinden.
Bei der ersten kommunalen Befragung im Jahr 2024 haben sich 730 Städte und Gemeinden beteiligt – darunter mehr als 95 Prozent der Großstädte. Die Ergebnisse zeigen, wie vielfältig die kommunalen Aktivitäten zur Radverkehrsförderung sind und welche Bedeutung politische Unterstützung, klare Ziele, gute Organisationsstrukturen und konkrete Maßnahmen für die Entwicklung des Radverkehrs haben.
So gaben 2024 insgesamt 69 Prozent der teilnehmenden Kommunen an, über ein Radverkehrskonzept zu verfügen. Bei den Großstädten waren es 91 Prozent. 61 Prozent der Kommunen hatten Radverkehrskoordinator:innen benannt; bei den Großstädten lag der Anteil bei 81 Prozent. Außerdem hatten 65 Prozent aller teilnehmenden Kommunen und 96 Prozent der Großstädte in den vergangenen zwei Jahren neue Radverkehrsinfrastruktur geschaffen.
Die Ergebnisse des FKT Kommunen zeigen damit nicht nur, was Kommunen bereits tun. Sie machen auch sichtbar, unter welchen organisatorischen und politischen Bedingungen Radverkehrsförderung besonders wirksam vorangebracht werden kann. Die Auswertungen werden im aktuellen Durchgang weiter überprüft und vertieft.
Irene Hummel
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fahrradklimatest [at] adfc.de
Thomas Böhmer
030 2091498 0
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Karl Grünberg
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